Rallye Stemweder Berg 17./18.Juni 2011

Rallye Stemweder Berg 17./18.Juni 2011

Nachdem die Celica wochenlang fertig herumgestanden hatte ging es am Freitag endlich wieder los.
Die Rallye Stemweder Berg , ein Lauf zur ADAC Masters Serie wartete mit rund 100 asphaltierten WP Kilometern auf Fred und mich. Stemwede, die Gemeinde im äußersten Nordosten von NRW bedeutet Flachland – und somit sehr schnelle Wertungsprüfungen mit langen Geraden  auf Wirtschaftswegen.


Die Rallye Youngtimer Trophy Gruppe der RGO war vollständig mit von der Partie angereichert durch Michael Bieg, Bernd Birkholz auf Ihrem BMW 320is.
Das unbeständige Wetter scheint die Meteorologen vor echte Herausforderungen gestellt zu haben -stündlich wechselnde Berichte im Vorfeld – mal Regen am Morgen, mal Regen am Abend – oder doch den ganzen Tag Regen/kein Regen? Erst Samstagmorgen dann die Entscheidung : Es hatte zwar die Nacht geregnet, doch nun schien es stabil trocken zu bleiben. Slicks waren die Wahl für die ersten 3 Prüfungen.

WP1:
Ein Rundkurs von 13km Länge zu Beginn. Erst einmal verhalten angehen lassen und schauen, was der Tag so bringt. Zu verhalten! Das Einfahren der neuen Slicks und die Suche nach dem richtigen Bremspunkt aus hohen Geschwindigkeiten waren echte Zeitkiller. Nur 6. von 9 Teilnehmern in der Klasse und schon 35s auf die Klassenbestzeit verloren.  Dann noch der Schreck, als Michael und Bernd mit Antriebswellenschaden am Wegesrand standen.

WP2:
Eine Sprintprüfung von 6,5km Länge. Gewöhnungsphase 2. Teil.
Die dritte Zeit in der Klasse brachte uns in der Zwischenwertung zwar nicht nach vorne, aber immerhin einige Sekunden gut gemacht.

WP3 bis WP8:
Sekundenduelle in der Klasse. Kontinuierlich gute Zeiten brachten uns nach vorn auf den 3. Klassenplatz.  Es sah nach einem Sekundenduell um Platz 3 zwischen Rolf Droste/Maik Brezina; Markus Kaliga/Hendrik Colsmann und uns aus. Paul Jerlitschka/ Dietmar Moch waren weit vorne und Helmut Spangenberg/Jürgen Seidel hatten sich auch schon ein gutes Polster (WP1!!) herausgearbeitet. Nach WP8 ein schleifendes Geräuch aus dem Kardantunnel, dass wir nicht so richtig ergründen konnten..

Beim ersten Service etwas Unruhe. Einige Fahrwerksschrauben hatten sich gelöst und vorne fehlte gar eine Mutter. Die Schraube der Spurstange konnte zwar nicht raus, trotzdem beunruhigend. M16er Muttern hat man nicht unbedingt im Sortiment. Hier half dann final eine Mutter des Wagenhebers. Im Regrouping 1 ging dann natürlich noch eine dicke Schauer runter – bis zum Restart trocknete es allerdings wieder ab. Wir blieben auf Slickbereifung.

WP9:
Highlight: Die erste Klassenbestzeit – Lowlight: Paul und Dietmar standen mit Motorschaden in der Wertungsprüfung.  Lowlight Zwei: 1. und 2. Gang ließen sich nur noch schwer einlegen – die Synchronringe!

Im Regrouping ging eine gewaltige Regenschauer mit Sturm nieder.
Unser Serviceteam Olaf und Markus hatten unterstützt von Michael alle Hände voll zu tun das Zelt zu retten und parallel unseren Kurzservice vorzubereiten.
Wir wechselten sicherheitshalber auf Intermed. Zudem stellten wir fest, dass die schlagende Kardanwelle das Getriebelager zerlegt hatte – würde es für die beiden letzten WPs reichen?

WP10:
Die Strecke war schon fast wieder komplett abgetrocknet – wir hätten auf Slicks bleiben können. Nichts desto trotz setzten wir die nächste Klassenbestzeit und stabilisierten uns auf dem 2. Platz mit 34sek Vorsprung auf Kaliga/Colsmann. Leider verloren wir auf dieser Prüfung den 2. Gang.

WP11:
Zum Abschluss noch einmal ein Rundkurs von 10km Länge. Wir gaben unser Möglichstes – die Celica bis 10.000rpm im 1. Gang ausdrehen und damit den einigermaßen geeigneten Anschluss an den 3. Gang herstellen. Immer wieder die bange Sekunde, ob der 1. Gang sich noch mit Gewalt – denn der Synchronring war auch hin – einlegen lässt.
Wir kommen durch und können die alte Dame im Park Ferme abstellen. Die erste Zielankunft bei einer großen Rallye für mich nach langen Jahren! Platz 2 in der Klasse und der Youngtimer Gruppe bis 1981 sowie  4. in der Youngtimerwertung zauberten bei Fred und mir äußerst glückliche Gesichter.

Vielen Dank an Olaf, Markus und Michael (der trotz Ausfallfrust da blieb und kräftig mit angepackt hat), die diesmal richtig viel Arbeit mit der alten Dame im Service hatten!

Bis zur Buten und Binnen / Visselfahrt in 3 Wochen steht für uns jetzt einiges an Arbeit an. Das Getriebe muss wohl vorerst durch ein Serien-Typ ersetzt werden und die Kardanwelle bedarf einer Komplettüberholung

Video:

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