3. Oldtimerfahrt „Rund um die Narrenmühle“

Am Vatertag ging es für Annette und mich zur  Oldimerfahrt des MSC Dülken „Rund um die Narrenmühle“ an den Niederrhein.
Wir wollten es zur Abwechslung mal wieder mit einer Oldtimerfahrt versuchen und hatten mit Annettes Porsche 911 bei den Tourensportlern genannt.
64 schöne, alte Fahrzeuge hatten den Weg in das bekannte Start/Ziellokal in Nettetal Lobberich gefunden.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Fahrerbesprechung ging es dann ab 10:01 Uhr im Minutenabstand auf die Strecke. In der Fahrerbesprechung wurde noch eindringlich drauf hingewiesen, dass Vorzeit weder nach der 1. Etappe noch im Ziel zulässig wäre um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Um 10:50 Uhr ging es dann für uns auf den ersten Abschnitt mit ca. 100km, für die wir 3h und 15Min Zeit haben sollten. Nach einem ersten Chinesenzeichen ging es direkt in ein Industriegebiet mit einer GLP. 0,4s Zeitdifferenz bei fliegenden Start waren für uns ein sehr gutes Ergebnis, da wir sowas vorher nicht geübt hatten. Wie Teams hier auf die 100tel s fahren können, wird mir ewig ein Rätsel bleiben…
Dann waren im ersten Kartenausschnitt noch ein paar Orientierungsaufgaben zu lösen, bis es dann weiter mit den Chinesenzeichen ging. .. noch nicht richtig wach, saß ich dann schon in der Falle.
Das instinktive „Rallye-Gehirn“ war noch aktiv: „Chinesenzeichen dienen nur um von A nach B zu kommen“. Kreisverkehr rein, wieder raus und weiter – das waren dann schon zwei Fehlkontrollen, denn man hätte vor dem Kreisel die Parallelstraße nehmen müssen, und dann den Kreisel komplett umrunden.

(siehe Zeichen 3)

Da wir das aber nicht mitbekommen hatten, war die Laune erst mal weiterhin gut und der Tag konnte kommen. Chinesenzeichen mit Kartenausschnitten wechselten sich am Vormittag stetig ab. Die Aufgaben waren aus meiner Sicht anspruchsvoll, aber stets lösbar. Hilfreich auch, dass wir diverse Ecken schon von der Ori her kannten. So ging es zügig dahin bis Kartenaufgabe F, wo ich mir den zweiten Aussetzer des Tages leistete. Den kürzeren Pfeil mit dem Zweitkürzesten verwechselt und „Zack“ 3 weitere Fehlkontrollen in der Ergebnisliste. Insbesondere ärgerlich, dass ich später am Abend bei einigem Nachdenken, die Aufgabenstellung aus einer älteren Fahrt wiedererkannte – das hätte ich sehen müssen!

Ein Parkplatz, bei dem der längst mögliche Weg zu fahren war erinnerte sehr stark an die Ori im vergangenen Herbst. Der gespiegelte Chinese bei der Ausfahrt wurde sogar von mir erkannt (sollte ich doch meinen Frieden mit diesen Dingern machen?), leider war aber in der dann folgenden Strecke die OK wohl entwendet wurden, so dass dies keinen Bonus darstellte.

Die Aufgabenstellung beinhaltete nicht gegen Pfeile fahren, auch nicht teilweise. Davon machte der Veranstalter dann auch regen Gebrauch am Ende der 1. Etappe. Dreimal galt es gut aufzupassen und die Pfeile der früheren Aufgaben zu umfahren. Beim zweiten Pfeil hatte man zwei fast gleichlange Strecken vor sich – jedoch war die 3mm kürzere durch ein Sperrschild nicht passierbar. Hier hätte man nun zwangsläufig gegen den Pfeil fahren müssen – wir entschieden uns jedoch den zweitkürzesten zu nehmen, der sich als vom Veranstalter gewollter Weg rausstellte. Wohl ein Aufgabenfehler. Bis auf einen weiteren (Entfernung zwischen 2 Chinesenzeichen um 2km verkehrt) war es das aber auch.

Gegen Ende der Etappe 1 war klar, dass wir 30min zu früh dran waren und uns eine gemütliche Ecke suchen mussten um die Zeit abzuwarten. Überall standen Teilnehmer auf Feldwegen und Parkplätzen und machten das Gleiche. Dann kam Karola Witte und berichtete, dass nun doch Vorzeit erlaubt wäre. So fuhren wir vorzeitig ein – fragend, was der Fahrerbrief und die morgendliche Ansage denn sollte …

Erwähnenwert ist noch auf Etappe 1, dass sich Familie Schimmel (DGS-Photo) mit 3 Kameras außen in einer 90° Rechtskurve platziert hatte und wir freudig winkend, nach links schauend, fast die OK 32 rechts innen übersehen hätten.

Nach einem Mittagsimbiss und einer Stunde Pause ging es dann auf die Nachmittagsetappe. Das Bordbuch offenbarte schnell  – fast nur noch Chinesenzeichen – viel zu viele Ortsdurchfahrten und Ampeln, eine GLP und nur 2 (lösbare) Kartenaufgaben. Der Drops war gelutscht – die Entscheidung würde am Vormittag gefallen sein. Zu guter Letzt führte man uns dann noch an der Narrenmühle in Dülken vorbei, so dass wir die nun auch einmal kennengelernt haben (nett).

Das Bordbuch offenbarte „Vorzeit im Ziel erlaubt“ – was die Frühansage dann noch mehr fragwürdig machte.

Im Ziel hing dann das Vormittagsergebnis schon aus und brachte die Erkenntnis, dass die zwei gemachten Fehler mit 5 Fehlkontrollen eine große Auswirkung hatten und damit wohl kein Blumentopf zu gewinnen war. Schade – aber so ist es. Der Aushang für den Nachmittag sollte die Vermutung bestätigen – keine Fehler für uns – aber das brachte keine Ergebnisverbesserung.

Ein gutes Abendessen rundete die Fahrt ab. Leider zog es sich ziemlich lang hin, bis zum finalen Aushang und zur Siegerehrung. 10. Platz von 16 in der TS3 und 16. von 31 bei den Tourensportlichen Oldtimern. Heute hatten 2 Fehler mal massive Auswirkungen gehabt…

Von der RGO waren noch Karola und Rainer Witte, diesmal mit ihrem neuen Fiat Ritmo 130TC Abarth, am Start. Gegen einen Pfeil gefahren, war deren einziger Fehler und brachte sie auf Platz 2 der Klasse TS3.

Ricarda Walendy schreibt in ihrem Veranstalterbericht, dass wenn man was zu meckern haben sollte, solle man seinen Frisör bemühen. Da ich zu selten dort hin gehe und auch immer schnell wieder weg bin, mache ich das dann doch lieber in diesem Bericht. 😉

Es war eine schöne Fahrt, die streckenmäßig sicherlich das herausgeholt hat, was in dieser Gegend geht. Die kleinen Unschönheiten sind sicherlich problemlos abzustellen. Weniger Regeln sind sicherlich manchmal mehr (Vorzeit).

.. bis zum nächsten Jahr!

 

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