Birkenfelder Löwenrallye 2011

Es war kein unerhebliches Risiko, als ich Fred eine Woche vor der Löwenrallye bat, doch die Nennung abzuschicken.
Zu diesem Zeitpunkt lief das Auto – trotz diverser Änderungen noch nicht. Erst am Donnerstag vor der Veranstaltung war
es vollbracht. Diverse Verbesserungen nach der Rallye Kempenich waren notwendigerweise umgesetzt:
Neuer Zündungsgeber, Vergaser überholt, Halter für die Zündkerzenstecker gefertigt, 2cm kürzere Federn hinten und neue
Semislicks.

Ob wir die Semislicks überhaupt brauchen würden, war absolut unklar – die Wettervorhersage änderte sich stündlich und schwankte zwischen trocken und sintflutartigen  Regenfällen. Wir packten mal 4 Regenreifen zusätzlich ein und wollten dann spontan Samstagmittag entscheiden. Unser Ziel war wiederum klar umrissen – sauber durchfahren und ankommen.

Freitagnachmittag reisten wir dann gemütlich nach Birkenfeld und brachten die Papier- und technische Abnahme hinter uns.
Am Hotel angekommen ein großes “Hallo”. Ein paar Teams der Youngtimer Gruppe hatten sich ebenfalls dort einquartiert und
schon den Grill aufgebaut.  .. damit war der Abend organisiert ..

Das Abfahren der Wertungsprüfungen verlief problemlos. 3 sehr schöne Strecken, ein Rundkurs mit einem schönen Schotterstück sowie 2 sehr abwechslungsreiche Sprintprüfungen. Es war sonnig und die Wettervorhersage sagte erst um 17-18 Uhr etwas Regen voraus: Also Slick-Wetter..

WP1:
Ein sehr schöner Rundkurs mit einer anspruchsvollen Ausfahrt. Kurz nach dem Start das angesprochene Schotterstück – ..und schon sahen wir nichts mehr. Der Staub war so dicht, dass man die Strecke eher ahnen als sehen konnte.
Kurz dahinter dann eine Stelle mit fast Begegnungsverkehr. Hier sah ich Lennartz/Müller .. hmm mal sehen wie sich der Abstand zum ex Youngtimer Rallye Trophy Gewinner nach einer Runde verändert … Holla – wir hatten ein paar Meter gut gemacht. Das war überraschend. Wir sind die Prüfung problemlos zu Ende gefahren. Auto läuft – das konnte so weiter gehen.

WP2:
Kurz vor der ZK fing es an zu regnen. Hallo – es war 14 Uhr und nicht 17 Uhr – Bei feuchter Straße sind wir dann gestartet. Kurze Zeit später dann Schweigen von rechts – “Fred? Fred? ..rede mit mir.. wie geht es weiter?” Die Stromversorgung der Sprechanlage war ausgefallen. An dieser Stelle wurde ein neues Talent entdeckt – Fred als gehörlosen Beifahrer mit pantomimischen Fähigkeiten! Er sagte mir durch Gesten den Streckenverlauf an – und das ging gar nicht mal so schlecht! Auch diese Prüfung verlief ohne Probleme.

 

WP3:
..weiter mit Pantomime. Die Sprechanlage war auf die Schnelle nicht zu reparieren.
Am Start der Prüfung wurden wir durch eine wunderbare Regenschauer begrüßt – nun stand das Wasser teilweise auf der
Straße – passend zum ersten Drittel der WP – eine sehr schnelle Kreisstraße mit wechselnden Belägen. Waagebalken also auf Regen gestellt und los. Es war extrem glatt auf diesem Stück. Etwas weiter hatte ein vorausfahrendes Fahrzeug eine Überraschung für uns erzeugt – ein lichterloh brennender Strohballen, der als Streckenbegrenzung diente. Also schnell drum herum und ab in die Zwangspause nicht ohne vorher noch eine 9V Batterie für die Sprechanlage zu besorgen.

Die Zwischenergebnisse waren dann etwas überraschend. Hinter den erwartungsgemäß enteilten Jansen/Jansen und Jerlitschka/Moch waren wir 3. in der Klasse. Aber kein Grund sich auszuruhen – der Abstand zum 8. betrug nur 13 Sekunden!
In den Gesichtern der etablierten Konkurrenten sah ich es – Attacke war bei ihnen angesagt.
Natürlich hatte es aufgehört zu regnen und Sonnenschein begleitete uns in der Zwangspause. Allerdings konnte man auf dem
Regenradar deutlich ein Starkregengebiet ausmachen, dass auf uns zu zog.

WP4
Pünktlich zur Anfahrt öffnete der Himmel die Schleusen und es goss vom Himmel. Also vorsichtig in die Prüfung gestartet – zu
vorsichtig. Der Schotter hatte auf einmal Gripp und die Semislicks waren unter diesen Umständen besser als erwartet. Dann noch an einem Abzweig etwas raus gerutscht und Motor abgewürgt – 10s und mehr ade… Damit waren wir dann 9s hinter
Strauch/Paulussen 5.

WP5
Eine Prüfung zum Genießen – es lief trotz nasser Strecke. Im Ziel den Rückstand auf Dirk Strauch egalisiert – wir waren zeitgleich.

 

WP6
Abtrocknende Strecke – wieder zu Beginn das schnelle Kreisstraßenstück. An dessen Ende dann beim Anbremsen aus 180km/h will das überbremsende Heck unbedingt das Auto überholen (ups – der Waagebalken) – Auto abgefangen und weiter. Das letzte Stück dann eher ruhig angehen lassen. Wir waren durch  – leider 0,2s langsamer als Dirk. Es blieb beim 5. Platz.

Video

Fazit: Auto läuft, das Team kommt immer besser zurecht – Stemweder Berg wir kommen!

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